Bitcoin kaufen in der Schweiz: Wege und Gebühren
In der Schweiz können Sie Bitcoin auf mehr Wegen kaufen als fast überall sonst: über die Hausbank, mit spezialisierten Apps und TWINT, mit Gutscheinen am Kiosk oder am Automaten. Die Unterschiede liegen in den Gebühren, die oft im Spread versteckt sind, in den Identifikationsregeln der FINMA und in der Frage, ob Sie die Bitcoin auf eine eigene Wallet übertragen dürfen. Dieser Überblick zeigt alle Wege, wie Sie Gebühren vergleichen, was die FINMA-Regeln und die Warnliste bedeuten und wie Bitcoin in der Steuererklärung behandelt wird.
Dieser Artikel ist keine Anlageberatung. Bitcoin kann stark an Wert verlieren. Prüfen Sie Anbieter und Konditionen vor dem Kauf.
Die Wege in der Schweiz im Überblick
| Weg | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|
| Bank-App | Bekanntes Konto, Schweizer Bank | Höhere Spreads, oft keine Übertragung auf eigene Wallet |
| Krypto-App mit TWINT | Schnell, Sparpläne möglich | Gebühren je nach Anbieter |
| Kiosk-Gutschein | Bar bezahlen, einfach | Aufschlag, Betragsgrenzen |
| Bitcoin-Automat | Bargeld, sofort | Meist teuerster Weg |
| Börse | Tiefste Gebühren bei Limit-Orders | Komplexere Oberfläche |
Aktueller Kurs in Franken: Bitcoin in CHF.
Über die Bank: Raiffeisen, PostFinance, Kantonalbanken
Mehrere Schweizer Banken bieten Krypto direkt im E-Banking an, darunter PostFinance und einzelne Kantonalbanken; bei anderen Banken hängt das Angebot vom Institut und vom Zeitpunkt ab. Der Vorteil ist die Integration in Ihr bestehendes Konto und die Verwahrung durch eine regulierte Bank. Prüfen Sie aber die Gebühren pro Trade, den Spread und ob Sie Bitcoin auf eine eigene Wallet senden können. Wenn nicht, bleiben Sie an die Bank gebunden.
Mit TWINT, am Kiosk, am Automaten
- TWINT: Einige Schweizer Krypto-Apps akzeptieren TWINT für schnelle Käufe und Sparpläne.
- Kiosk: Bitcoin-Gutscheine mit festem Betrag, die Sie online einlösen; praktisch für kleine Summen.
- Automaten: in grösseren Städten verfügbar; der Kauf an SBB-Billettautomaten war lange möglich, prüfen Sie, ob der Service noch angeboten wird.
Gebühren vergleichen: Spread statt Kommission
Viele Anbieter werben mit «0 % Kommission», verdienen aber am Spread, also an der Differenz zwischen Kauf- und Marktpreis. Vergleichen Sie deshalb immer, wie viele Bitcoin Sie für zum Beispiel 500 Franken erhalten. Dazu kommen allfällige Gebühren für die Übertragung auf eine Wallet. Für Stablecoins gibt es einen eigenen Rechner: USDT in CHF. Bei Sparplänen lohnt sich ein Blick auf die Mindestgebühr pro Ausführung, die kleine monatliche Beträge stark verteuern kann.
Ablauf beim ersten Kauf
- Anbieter wählen und den Firmennamen mit dem Register vergleichen.
- Konto eröffnen und sich mit Ausweis identifizieren.
- Zwei-Faktor-Authentifizierung per App aktivieren.
- Einen kleinen Betrag kaufen und prüfen, wie viel Bitcoin tatsächlich ankommt.
- Für grössere Beträge eine eigene Wallet einrichten und eine Testübertragung machen.
FINMA-Regeln und Warnliste
Schweizer Anbieter unterstehen den Geldwäschereiregeln. Die FINMA hat die Schwelle für Krypto-Käufe ohne Identifikation auf 1000 Franken gesenkt; darüber müssen Sie sich ausweisen. Auf der Warnliste der FINMA stehen Firmen, die möglicherweise ohne Bewilligung tätig sind. Mehr zur Aufsicht: FINMA und Krypto.
Steuer: Vermögenssteuer und Kursliste
Für Privatpersonen sind Kursgewinne aus Kryptowährungen in der Regel steuerfrei, solange Sie nicht als gewerbsmässiger Händler gelten. Ihre Bitcoin unterliegen aber der Vermögenssteuer: Sie geben den Bestand per 31. Dezember zum Kurs der Kursliste der Eidgenössischen Steuerverwaltung an. Erträge aus Staking oder Mining sind Einkommen. Details: Krypto-Steuer Schweiz. Wie Sie Bitcoin sicher aufbewahren: Krypto-Wallet.
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Wo kann man in der Schweiz Bitcoin kaufen?
Bei Banken mit Krypto-Angebot, über Krypto-Apps mit TWINT, mit Kiosk-Gutscheinen, an Automaten oder an Börsen.
Kann man Bitcoin mit TWINT kaufen?
Ja, einige Schweizer Krypto-Apps akzeptieren TWINT.
Ab welchem Betrag muss man sich identifizieren?
Die FINMA hat die Schwelle für Käufe ohne Identifikation auf 1000 Franken gesenkt.
Muss man Bitcoin in der Schweiz versteuern?
Bitcoin unterliegen der Vermögenssteuer; private Kursgewinne sind meist steuerfrei.