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BaFin und Kryptowerte: Lizenz und Register prüfen

5 Min. Lesezeit

Die BaFin ist in Deutschland für die Aufsicht über Krypto-Dienstleister zuständig. Seit die EU-Verordnung MiCA gilt, brauchen Anbieter, die Kryptowerte verwahren, tauschen oder vermitteln, eine Zulassung nach einheitlichen europäischen Regeln. Für Anlegerinnen und Anleger heißt das: Man kann prüfen, ob eine Plattform erlaubt arbeitet. In diesem Ratgeber erklären wir, was die BaFin bei Krypto beaufsichtigt, was sich durch MiCA geändert hat, wie du Anbieter in der Unternehmensdatenbank und im ESMA-Register prüfst, was es mit Kryptowertpapieren und dem Register auf sich hat und was die BaFin nicht prüft.

Dieser Artikel dient der Information und ist keine Rechts- oder Anlageberatung. Eine Zulassung schützt nicht vor Kursverlusten.

Was die BaFin bei Krypto beaufsichtigt

Die BaFin beaufsichtigt Unternehmen, die in Deutschland Krypto-Dienstleistungen anbieten: Handelsplattformen, Verwahrer, Broker, Anbieter von Krypto-Tauschdiensten und Emittenten bestimmter Token. Sie prüft, ob diese Unternehmen zuverlässig geführt werden, ausreichend Kapital haben, Kundenvermögen getrennt halten und die Regeln gegen Geldwäsche einhalten. Unerlaubte Anbieter kann sie öffentlich warnen und untersagen. Grundlagen zur Technik: Kryptowährung und Blockchain.

MiCA-Zulassung: was sich seit 2025 geändert hat

VorherMit MiCA
Nationale Erlaubnis nach KWGEU-weit einheitliche Zulassung als Krypto-Dienstleister (CASP)
Unterschiedliche Regeln je LandEin «Pass» gilt in allen EU-Staaten
Stablecoins wenig reguliertStrenge Regeln für Emittenten von Stablecoins
Kaum Vorgaben zu WhitepapersPflicht zu Informationsdokumenten für viele Token

MiCA gilt vollständig seit dem 30. Dezember 2024. Deutschland hat für Anbieter, die bereits eine Erlaubnis hatten, eine Übergangsfrist vorgesehen, die Ende 2025 abgelaufen ist. Seit 2026 brauchen Krypto-Dienstleister also eine MiCA-Zulassung. Eine Folge: Viele Plattformen haben USDT für EU-Kunden eingeschränkt, weil der Emittent die Anforderungen nicht erfüllt. Wie du trotzdem Stablecoins kaufst: Krypto mit PayPal kaufen.

Anbieter prüfen: Unternehmensdatenbank und ESMA-Register

  1. Suche den Firmennamen in der Unternehmensdatenbank der BaFin.
  2. Prüfe im MiCA-Register der europäischen Aufsicht ESMA, ob der Anbieter als Krypto-Dienstleister zugelassen ist und in welchem Land.
  3. Vergleiche Firmennamen, Adresse und Website genau: Betrüger kopieren bekannte Namen.
  4. Schau in die Warnliste der BaFin: BaFin-Warnliste.

Ein Anbieter mit Zulassung in einem anderen EU-Land darf über den MiCA-Pass auch in Deutschland tätig sein.

Kryptowertpapiere und das Register

Mit dem Gesetz über elektronische Wertpapiere (eWpG) können Wertpapiere wie Anleihen auch ohne Papierurkunde auf einer Blockchain ausgegeben werden. Diese Kryptowertpapiere werden in einem Kryptowertpapierregister geführt, dessen Führung ebenfalls eine BaFin-Erlaubnis erfordert. Sie sind keine Kryptowährungen wie Bitcoin, sondern klassische Finanzinstrumente in digitaler Form.

Was eine Zulassung für dich bedeutet

Bei einem zugelassenen Anbieter gelten klare Pflichten: Kundenvermögen muss vom Firmenvermögen getrennt sein, Interessenkonflikte müssen offengelegt werden, und es gibt ein Beschwerdeverfahren. Geht ein Anbieter in die Insolvenz, ist dein verwahrtes Krypto-Vermögen dadurch besser geschützt als bei einer Plattform ohne Aufsicht. Eine Garantie gegen Verluste ist das aber nicht, und eine Einlagensicherung wie bei Bankguthaben gibt es für Kryptowerte nicht.

Unerlaubte Anbieter erkennst du oft daran, dass sie aggressiv per Telefon oder Social Media werben, keine Adresse in der EU haben oder nur schwer erreichbar sind.

Was die BaFin nicht prüft: Kursrisiko und DeFi

  • Ob eine Kryptowährung im Wert steigt oder fällt.
  • Die Qualität einzelner Token oder Projekte.
  • Dezentrale Protokolle (DeFi) ohne verantwortliches Unternehmen.
  • Eigene Wallets, deren Schlüssel du selbst verwahrst.

Wer USDT oder andere Coins in Euro tauschen will, findet hier die Schritte: USDT auszahlen.

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Kurze Antworten

Braucht eine Krypto-Börse eine BaFin-Lizenz?

Krypto-Dienstleister brauchen eine MiCA-Zulassung, in Deutschland über die BaFin oder per EU-Pass.

Wie prüfe ich, ob ein Anbieter zugelassen ist?

In der BaFin-Unternehmensdatenbank und im MiCA-Register der ESMA.

Seit wann gilt MiCA?

Vollständig seit dem 30. Dezember 2024, mit Übergangsfrist in Deutschland bis Ende 2025.

Schützt die BaFin vor Kursverlusten?

Nein, sie beaufsichtigt Anbieter, nicht die Wertentwicklung von Kryptowerten.