Nebenbei Geld verdienen in der Schweiz
Nebenbei Geld verdienen in der Schweiz lohnt sich oft mehr als in den Nachbarländern, weil auch Nebenjobs gut bezahlt werden: Nachhilfe, Babysitting, Lieferdienste, Freelance-Aufträge oder der Verkauf auf Ricardo und Tutti. Gleichzeitig gelten klare Regeln: Ihr Arbeitsvertrag kann Nebenbeschäftigungen einschränken, jedes Einkommen ist steuerpflichtig, und je nach Höhe fallen AHV-Beiträge an. Hier finden Sie realistische Möglichkeiten, typische Stundenansätze und die wichtigsten Pflichten.
Keine Einkommensversprechen. Steuer- und Sozialversicherungsregeln unterscheiden sich je nach Kanton und Situation; im Zweifel bei der Ausgleichskasse oder einer Steuerberatung nachfragen.
Was im Arbeitsvertrag erlaubt ist
Grundsätzlich dürfen Angestellte in der Freizeit einer Nebenbeschäftigung nachgehen. Die Treuepflicht nach dem Obligationenrecht verbietet aber Tätigkeiten, die den Arbeitgeber konkurrenzieren oder die Leistungsfähigkeit im Hauptjob beeinträchtigen. Viele Verträge verlangen zudem eine Meldung oder Bewilligung. Personen mit Aufenthaltsbewilligung B oder Niederlassung C können meist frei arbeiten, für andere Bewilligungen gelten Einschränkungen.
Nebenjobs mit Erfahrungswerten
| Nebenjob | Einstieg | Bezahlung |
|---|---|---|
| Nachhilfe | Einfach, gute Noten genügen | Pro Stunde, oft deutlich über Mindestlöhnen der Nachbarländer |
| Babysitting und Tierbetreuung | Einfach | Pro Stunde, Kurse vom Roten Kreuz helfen |
| Lieferdienste | Schnell, Velo oder Auto nötig | Pro Auftrag, schwankend |
| Freelance (Text, Grafik, IT) | Fachwissen nötig | Pro Projekt oder Stunde, am höchsten |
| Verkauf auf Ricardo und Tutti | Sofort | Einmalig, eher Ausmisten als Einkommen |
| Umfragen und Apps | Sofort | Wenige Franken pro Monat |
Weitere Ideen für jedes Land: nebenbei Geld verdienen von zu Hause. Für Jugendliche gelten eigene Regeln: Geld verdienen als Schüler.
Online nebenbei verdienen
Online bringen vor allem Fähigkeiten Geld: Texte, Übersetzungen (Deutsch, Französisch, Italienisch sind gefragt), Webdesign, Buchhaltung für kleine Firmen oder Videoschnitt. Plattformen verbinden mit Kunden weltweit, Schweizer Kunden zahlen aber meist besser und lassen sich über das eigene Netzwerk gewinnen. Apps mit Belohnungen bringen nur Kleingeld; einen Vergleich finden Sie unter Geld verdienen mit Apps in der Schweiz.
So starten Sie in vier Wochen
- Prüfen Sie Ihren Arbeitsvertrag und klären Sie eine allfällige Meldepflicht mit dem Arbeitgeber.
- Wählen Sie eine Tätigkeit, die zu Ihren Abenden oder Wochenenden passt, und legen Sie ein festes Stundenbudget fest.
- Erzählen Sie im Bekanntenkreis, im Quartier und in lokalen Gruppen davon: In der Schweiz kommen viele Aufträge über Empfehlungen.
- Notieren Sie Einnahmen und Ausgaben von Anfang an, damit die Steuererklärung später einfach bleibt.
AHV und Sozialversicherung
- Angestellt im Nebenjob: Auf kleinen Löhnen bis 2300 Franken pro Jahr und Arbeitgeber werden AHV-Beiträge nur auf Verlangen abgerechnet. Ausnahmen gelten etwa für Arbeit in Privathaushalten, wo Beiträge ab dem ersten Franken fällig sind.
- Selbstständig im Nebenerwerb: Auch hier gibt es eine Geringfügigkeitsgrenze; darüber zahlen Sie Beiträge über die Ausgleichskasse.
- Unfallversicherung: Bei wenigen Stunden pro Woche ist man im Nebenjob oft nur für Berufsunfälle versichert.
Steuern auf den Nebenverdienst
Jedes Einkommen, auch aus Nebenjobs, Freelance-Aufträgen oder Online-Plattformen, gehört in die Steuererklärung. Bei Selbstständigkeit können Sie Auslagen wie Material oder Software abziehen. Einen allgemeinen Freibetrag für Nebeneinkommen gibt es nicht. Was in Deutschland gilt, erklären wir unter Nebenverdienst steuerfrei; in der Schweiz sind die Regeln kantonal unterschiedlich.
Betrugsmaschen mit «leichtem Nebenverdienst»
- Paketweiterleitung oder «Finanzagent»: Sie leiten Ware oder Geld weiter und machen sich der Geldwäscherei mitschuldig.
- Likes und Bewertungen gegen Bezahlung, bis eine Einzahlung für «VIP-Aufgaben» verlangt wird.
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- Kostenpflichtige Startpakete für angebliche Heimarbeit.
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Darf ich in der Schweiz einen Nebenjob haben?
Grundsätzlich ja, solange er den Arbeitgeber nicht konkurrenziert und der Vertrag keine Bewilligung verlangt.
Muss ich auf einen Nebenverdienst AHV zahlen?
Auf kleinen Löhnen bis 2300 Franken pro Jahr und Arbeitgeber nur auf Verlangen, mit Ausnahmen etwa bei Arbeit in Privathaushalten.
Ist der Nebenverdienst steuerfrei?
Nein, jedes Einkommen gehört in die Steuererklärung; einen allgemeinen Freibetrag gibt es nicht.
Welche Nebenjobs zahlen in der Schweiz am besten?
Meist Freelance-Arbeit mit Fachwissen und Nachhilfe; Apps und Umfragen bringen nur Kleingeld.