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Wie verdienen kostenlose Apps Geld?

5 Min. Lesezeit

Wie verdienen kostenlose Apps Geld? Die meisten Apps kosten im Store nichts und verdienen trotzdem: mit Werbung, Abos, In-App-Käufen, Gebühren für Händler oder mit Daten. Wer das Geschäftsmodell einer App kennt, versteht besser, warum sie bestimmte Daten möchte und warum manche Apps sogar Belohnungen auszahlen können. In diesem Artikel erklären wir die fünf Geldquellen von Apps, wie In-App-Werbung abgerechnet wird, Abos und Freemium, was Apps nach DSGVO mit Daten dürfen, und wir zeigen Beispiele wie TWINT, PayPal und Telegram.

Dieser Artikel dient der Information. Angaben zu Geschäftsmodellen beruhen auf öffentlich bekannten Informationen der Unternehmen.

Die fünf Geldquellen von Apps

QuelleWie es funktioniertTypische Apps
WerbungWerbetreibende zahlen für Einblendungen oder KlicksSpiele, Nachrichten, Tools
AbosMonatliche Gebühr für ZusatzfunktionenStreaming, Messenger, Fitness
In-App-KäufeEinmalige Käufe virtueller GüterSpiele, Sticker, Filter
TransaktionsgebührenGebühr pro Zahlung, meist vom HändlerBezahl-Apps, Marktplätze
Daten und PartnerschaftenAnonymisierte Analysen, Vermittlung, AffiliateVergleichs- und Shopping-Apps

Werbung: wie In-App-Anzeigen abgerechnet werden

Die meisten Apps verkaufen ihre Werbeflächen über Werbenetzwerke. Abgerechnet wird meist pro tausend Einblendungen (CPM), pro Klick (CPC) oder pro Installation einer anderen App (CPI). Besonders gut bezahlt sind Videoanzeigen, die man freiwillig ansieht, um eine Belohnung im Spiel zu erhalten. Wie viel eine Einblendung bringt, hängt stark vom Land, der Jahreszeit und der Zielgruppe ab. Wer selbst Werbung schaut, um etwas zu verdienen, bekommt nur einen kleinen Teil davon: Werbung schauen und Geld verdienen.

Abos, In-App-Käufe und Freemium

Beim Freemium-Modell ist die Basisversion kostenlos, Zusatzfunktionen kosten Geld. Nur ein kleiner Teil der Nutzer zahlt, finanziert aber oft die ganze App. Apple und Google behalten bei Käufen über ihre Stores eine Provision von üblicherweise 15 bis 30 Prozent ein, weshalb manche Anbieter Käufe lieber über ihre Website abwickeln.

Daten: was Apps nach DSGVO dürfen

  • Für personalisierte Werbung braucht es in der Regel Ihre Einwilligung.
  • Apps müssen in der Datenschutzerklärung angeben, welche Daten sie an wen weitergeben.
  • Sie haben ein Recht auf Auskunft und Löschung Ihrer Daten.
  • Der Verkauf personenbezogener Daten ohne Rechtsgrundlage ist nicht erlaubt.

Prüfen Sie vor der Installation, welche Berechtigungen eine App verlangt und ob sie zum Zweck passen. Eine Taschenlampen-App braucht zum Beispiel keinen Zugriff auf Kontakte oder Standort. In den Einstellungen von Android und iOS können Sie Berechtigungen jederzeit wieder entziehen.

Beispiele: TWINT, PayPal, Telegram

TWINT ist für Privatpersonen kostenlos; Geld verdient TWINT vor allem mit Gebühren, die Händler pro Zahlung bezahlen. PayPal verdient an Händlergebühren, an Währungsumrechnungen und an Finanzprodukten wie Ratenzahlung. Telegram finanziert sich unter anderem über das Abo Premium, Werbung in grossen öffentlichen Kanälen, Provisionen auf Zahlungen mit Telegram Stars und Auktionen von Benutzernamen auf Fragment. Mehr dazu: Telegram Premium und Stars und Telegram Mini Apps.

Warum Belohnungs-Apps etwas abgeben können

Apps, die Nutzer belohnen, geben einen Teil ihrer eigenen Einnahmen weiter, etwa aus Werbung, Partnerangeboten oder Einkäufen anderer Nutzer. Weil diese Einnahmen pro Person klein sind, bleiben auch die Belohnungen klein. Verspricht eine App hohe Auszahlungen, ohne dass klar ist, woher das Geld kommt, oder verlangt sie zuerst eine Einzahlung, ist Vorsicht geboten. Seriöse Optionen im Überblick: Apps zum Geld verdienen.

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Kurze Antworten

Wie verdienen kostenlose Apps Geld?

Mit Werbung, Abos, In-App-Käufen, Gebühren und Partnerschaften.

Wie verdient TWINT Geld?

Vor allem mit Gebühren, die Händler pro Zahlung bezahlen.

Wie verdient Telegram Geld?

Mit Premium-Abos, Werbung, Provisionen auf Stars und Auktionen auf Fragment.

Dürfen Apps meine Daten verkaufen?

Nicht ohne Rechtsgrundlage; für personalisierte Werbung braucht es meist Ihre Einwilligung.